Die jährliche Anpassung der UV-GOÄ und der Nebenkostentarife zum 1. Oktober steht ins Haus. Nachdem in 2017 die Deutsche Krankenhausgesellschaft mit einem Monat Verzögerung die Anpassung des DKG-NT vornahm, klappte diese in 2018 wieder synchron zum Inkrafttreten des BGT.

Dieses Jahr zeichnet sich für den DKG-NT ein sehr knapp bemessenes Veröffentlichungsfenster ab – mit anderen Worten, die Daten für den DKG-NT liegen aktuell noch nicht vor und müssen kurzfristig (und hoffentlich rechtzeitig) zum 1.10. nachgereicht werden. Soweit es sich aus den veröffentlichten Beschlüssen eindeutig ergab, wurden die entsprechenden Werte rechnerisch ermittelt (Sachkosten +3%) – Unklarheit besteht bezüglich der Vollkosten.

Die neuen Werte der UV-GOÄ und des BGT wurden erfasst und können ab Montag (9. September) abgerufen werden.

Zum 1. Juli wird die Bewertung der Leistungen des Kapitels S I angepasst.
Die Aktualisierung wurde in die Leistungspakete BIS.10 und BIS.200 eingepflegt und kann abgerufen werden.

Zur Klarstellung einer Anzahlbedingung wurde der Regelkontext der GNR 3550 auf den Key „13“ (= aus dem selben Probenmaterial) geändert.

Unruhe in die Vorweihnachtszeit bringt eine Veröffentlichung der DGUV bezüglich Änderungen in der UV-GOÄ zum 1.1.2019.

Zuerst zum verwirrenden Teil:

die Legende zu Nr. 4 lautet:
– bis 31.12. „Leistung nach Nummer 1, jedoch an Sonn- und Feiertagen
– ab 1.1. „Leistung nach Nummer 1, jedoch an Samstagen, Sonn- und Feiertagen
die Legende zu Nr. 5 lautet:
– bis 31.12. „Leistung nach Nummer 1, jedoch an Samstagen ab 12 Uhr
– ab 1.1. „Leistung nach Nummer 1, jedoch an Samstagen ab 12 Uhr

Wie ist das zu verstehen? Ist an Samstagen vor 12 Uhr jetzt die Nr. 4 anzusetzen und nach 12 Uhr die Nr. 5?
Das gleiche gilt für die Nrn. 9 und 10?

Die folgenden Änderungen sind jedoch wieder verständlich:

– ab 1.1. wird die Vergütung des Vordrucks F 1100 von 8,94 auf 11,12 Euro angehoben
– in den Legenden der Nrn. 448, 448a und 449 wird das Wort „zuschlagsberechtigten“ vor dem Wort „ambulanten“ eingefügt
– der Leistungstext der Nr. 2005 wird dahingehend geändert, dass kein Zeitaufwand mehr genannt wird.
– die Leistungslegende der Nr. 4815 wird durch Anmerkungen präzisiert:

„Die histologische Untersuchung eines Materials unter Anwendung eines immunhistochemischen Verfahrens rechtfertigt die 2-fache Abrechnung der Nr. 4815 je Leistungsziel. Die Art der Untersuchung ist anzugeben. Eine mehr als dreimalige Berechenbarkeit bedarf einer diagnosebezogenen Begründung. Ab der 6. Berechnung ist für jede Untersuchung nur noch die einmalige Berechnung der Nr. 4815 der UV-GOÄ anzuwenden. Fur einen immunhistochemischen Nachweis von Ístrogenrezeptoren oder Progesteronrezeptoren ist die Nr. 4815 2-fach abrechenbar.“

– die Leistungslegende der Nr. 4850 wird durch Anmerkungen präzisiert:

„Die zytologische Untersuchung eines Materials unter Anwendung eines zytochemischen Sonderverfahrens (z.B. Eisen, PAS-Reaktion) oder optischer Sonderverfahren (Indifferenz- oder Polarisationsmikroskopie) ist nach Nr. 4815 der UV-GOÄ abrechenbar. Neben der o.g. Leistung sind – außer in besonders zu begründenden Einzelfällen – die Leistungen nach den Nrn. 4815, 4851 oder 4852 bei Untersuchungen an demselben Material nicht berechnungsfõhig. Die zytologische Untersuchung eines Materials unter Anwendung eines immunzytochemischen Verfahrens rechtfertig die Abrechnung der Nr. 4815 + 4852 der UV-GOÄ. Die Art der Untersuchung ist anzugeben. Eine mehr als dreimalige Berechnung bedarf einer diagnosebezogenen Begründung. Ab der 6. Berechnung ist die Berechnung jeder Untersuchung nur mit dem zweimaligen analogen Ansatz der Nr. 4852 vorzunehmen.“

Da die Daten der GOÄ und der UV-GOÄ kein (Listen-)Element <anmerkungen> bzw. keine Tabelle ANMERKUNGEN enthalten, werden folgende Änderungen bis Mittwoch (19.12.) eingearbeitet:

– Legendentexte zu den Nrn. 4, 9, 448, 448a, 449 und 2005
– Bewertung der Nr. 110

Ihnen allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Die vorab veröffentlichten Tarifsteigerungen wurden anhand der veröffentlichten Werte validiert.

Die am 24. 09. veröffentlichten zusätzlichen Änderungen der UV-GOÄ wurden eingepflegt:

  • Neuaufnahmen: 34 und 118
  • Streichungen: 111, 112, 113, 119, 120, 121, 122 und 123
  • Änderungen: 1, 17, 135, 135a / neue Bewertungen der Leistungen Kap. S 1

Die Aktualisierung ist in beiden DL-Paketen (BIS.100 und BIS.200) ab sofort verfügbar.

Betrifft BIS.200:
Kurz vor meinem Urlaub habe ich die BGT / DKG-NT Änderungen zur Verfügung gestellt. Dabei ist es in der Tabelle 04_nebenkosten zu einer merkwürdigen Dezimalstellenanomalie gekommen:
Obwohl alle Werte als numerisch mit zwei Dezimalstellen definiert waren, enthielt die Endtabelle stochastisch bis zu 4 Nachkommastellen. Ein wiederkehrendes Muster für dieses Phänomen konnte nicht erkannt werden. Die Tabelle wurde einer gründlichen Revision unterzogen und liegt nun in konsistenter Form vor.

Betrifft BIS.200 und BIS.100:

Fehlerkorrektur:
Die Ziffern 855 – 857 wurden irrtümlich um 3% gesteigert. In der korrigierten Fassung ist diese Erhöhung zurückgenommen.

Um eine aufgelaufene Frage für alle zu beantworten: ja, der DKG-NT passt sowohl die Allgemeinen Kosten, als auch den Vollkostenpunktwert um 3% an. Diese Anpassung tritt synchron mit der Änderung des BGT zum 1. 10. in Kraft.

 

Zum 1. Juli 2018 wurden in der UV-GOÄ folgende Positionen aktualisiert:

  • Gebühren für Formularvordrucke F1004 und F1006 (GNR 137, 138)
  • Änderung Formularvordruck F 2100 (GNR 115)
  • Streichung Formularvordruck F 2106 (GNR 134)

Die geänderten Formularvordrucke finden Sie auf der Seite https://www.dguv.de/formtexte/aerzte/index.jsp

Ursprünglich waren die Änderungen auf den 1. April 2018 terminiert, wurden jedoch zum geplanten Zeitpunkt zurückgestellt.
Die Daten wurden in die Dienstleistungspakete BIS.100 und BIS.200 eingepflegt und können abgerufen werden.

Die neuen UV-GOÄ Daten, gültig ab dem 1. Oktober 2017, können für beide Diestleistungspakete herunter geladen werden.

Die Ausgliederung und Neuformulierung von Leistungen im Kapitel D „Anästhesieleistungen“, hat auch Auswirkungen auf die GOÄ, da dort die Leistungsinhalte nicht neu gefasst wurden. Dies führt zu einem weiteren Auseinanderfallen von GOÄ und UV-GOÄ und ich überlege ernsthaft, ob eine Aufspaltung in zwei eigenständige Gebührenordnungen nicht sinnvoller ist. Aber mal abwarten, was aus der GOÄ-Revision letztendlich wird.