Rückwirkend zum 1. März wurden bei 6 Gebührenpositionen neue Werte für die „Allgemeinen Leistungen“ vereinbart. Die Aktualisierung kann für beide Dienstleistungspakete BIS.100 und BIS.200 abgerufen werden.

Ferner wurden ebenfalls rückwirkend neue Tarife für den Bereich „Krankenhaussachleistungen“ ausgehandelt. Sobald die Gremien der DGUV diesen Änderungen zugestimmt haben und die neuen Werte veröffentlicht sind, werden Sie an dieser Stelle unterrichtet und können dann ebenfalls die neuen Daten abrufen.

Bei Einführung der neuen Leistungen für Hautärzte zum 1. März dieses Jahres in der UV-GOÄ waren die Nebenkosten hierfür noch nicht vereinbart. Dies ist nun geschehen, sie werden mit diesem Update nachgrereicht.

Zum 1. April wurden die Sachkosten für die Leistungen des Katalog S I neu angepasst. Auch diese Änderung wurde eingepflegt.

Die Veröffentlichung dieser Beschlüsse erfolgte am 17. Mai 2016. Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass eine Nachberechnung gegenüber UV-Trägern für bereits abgerechnete Leistungen ausgeschlossen ist.

Die bereits im Dezember veröffentlichten Aktualisierungen in der UV-GOÄ wurden um die inzwischen vereinbarten „Allgemeinen Kosten“ ergänzt.
Hinzugekommen sind zwei weitere Aktualisierungen, die sowohl die GOÄ als auch die UV-GOÄ betreffen:

  • für die GNR 1277 (Entfernung von eisenhaltigen eingebrannten Fremdkörpern aus der Hornhaut mit Ausfräsen des Rostringes) werden „Besondere Kosten“ in Höhe von 2.50 Euro ausgewiesen
  • für die GNR 2001 (Versorgung einer kleinen Wunde, einschl. Naht) wurden die „Besonderen Kosten“ gesplittet: bei Einsatz von Gewebekleber betragen diese nun 8.50 Euro. Bei herkömmlicher Wundversorgung mittels Naht oder Klammern gelten weiterhin 5.41 Euro.

Die jährliche Anpassung der Krankenhaus-Sachleistungen (Katalog S) steht für März ins Haus. Die Daten hierzu liegen noch nicht vor. Sie werden zeitnah bereitgestellt.

Erst vor kurzem wurden die Preise der Krankenhaussachleistungen (Katalog S der GOÄ / UVGOÄ) der allegeinen Preisentwicklung angepasst, da werden abermals 7 Leistungen zum 1. April neu bewertet. Die Leistungspakete BIS.100 und BIS.200 wurden entsprechend aktualisiert und können heruntergeladen werden. Es gibt diesmal auch ein Kurzupdate (nur in BIS.200), welches nur die betroffene Nebenkostentabelle beinhaltet.

Die Gebührennummern des Kapitels C I (Anlegen von Verbänden) der amtlichen GOÄ beschreiben mehrheitlich allgemeine Leistungsgruppen. Ich will dies anhand eines Beispiels erläutern:

230    Zirkulärer Gipsverband – gegebenenfalls als Gipstutor –

Der Wert der ärztlichen Leistung wird mit 300 Punkten (Punktwert=0,0582873 Cent) angegeben.

Nun sagt diese Leistungslegende nicht darüber aus, wo und wie dieser Verband ausgeführt wurde. Dies aber ist für die Rechnungslegung von entscheidender Bedeutung, denn die damit verbundenen Kosten differieren erheblich:

  • Finger einschl. Hand bzw. Zehen einschl. Fuß: 7,67 Euro bei Verwendung von Gips / 20,60 Euro bei Verwendung von Kunststoff
  • Unterarm einschl. Hand: 8,30 Euro (Gips) / 16,64 Euro (Kunststoff)
  • Unterschenkel mit Fuß: 15,35 Euro (Gips) / 94,18 Euro (Kunststoff)
  • Gipstutor: 21,97 Euro (Gips) / 62,86 Euro (Kunststoff)

Für Behandlungen in Krankenhäusern und im Rahmen der berufsgenossenschaftlichen Heilbehandlung sind hierfür verbindlich  „Besondere Kosten“ festgelegt worden. Für den niedergelassenen Arzt sind diese Kosten aufgrund der § 10(1) der GOÄ (Ersatz von Auslagen) und § 12(2) der GOÄ (Rechnung) ebenfalls von großer Bedeutung.

Um in diesen Fällen eine eindeutige Zuordnung der gesondert berechnungsfähigen Kosten zu gewährleisten, ist in den genannten Nebenkosten-Tarifwerken eine Differenzierung der ärztlichen Gebührennummer durch einen als Suffix angehängten Buchstaben erfolgt. Dies gilt für folgende Gebührennummern:

  • 201 (A und B)
  • 207 (A und B)
  • 227 (A und B)
  • 228 (A bis D)
  • 230 (A bis H)
  • 231 (A und B)
  • 232 (A und B)
  • 235 (A und B)
  • 236 (A und B)
  • 237 (A bis G)
  • 239 (A und B)
  • 240 (A und B)
  • 247 (A bis C)

In den Tarifdaten der Gutermann Publisher ist diese Differenzierung eingearbeitet, da nur so eine verlustfreie Rechnungstellung auch für niedergelassene Ärzte gewährleistet werden kann.