In der Europäischen Union sollen aufgrund von neuen gesetzlichen Regelungen im Bereich der Arzneimittelsicherheit (Pharmakovigilanz) Verdachtsfälle von Nebenwirkungen (UAW, unerwünschte Arzneimittelwirkung) durch Patienten und Verbraucher eine größere Bedeutung erhalten. Ab 02.10.2012 startet die Testphase für ein neues Internetangebot der zuständigen Bundesoberbehörden BfArM und PEI, mit dem direkt Verdachtsfälle von Nebenwirkungen (UAW) gemeldet werden können. Hintergründe dieser Initiative erläutert das PEI in eine Bulletin, welches als PDF-Datei hier vorliegt.

Abis Z hatte bereits auf diese EU-Initative an anderer Stelle aufmerksam gemacht.

Jährlich sterben in der EU (geschätzt) 200.000 Menschen durch Arzneimittelnebenwirkungen. Dies entspricht in etwa der Einwohnerzahl von Freiburg oder Kassel. Nicht berücksichtigt ist hierbei die Zahl der Todesfälle durch Arzneimittelwechselwirkungen. Die Europäische Arzneimittelagentur hat aus diesem Grund eine Online-Datenbank aufgesetzt, in der nach gemeldeten Verdachtsfällen gesucht und neue Verdachtsfälle gemeldet werden können.

Die Europäische Arzneimittelagentur veröffentlicht diese Daten, damit interessierte Gruppen, einschließlich der Öffentlichkeit, auf die Informationen zugreifen können, die europäische Regulierungsbehörden bei der Prüfung der Sicherheit eines Arzneimittels oder Wirkstoffs heranziehen. Transparenz ist ein wichtiges Leitprinzip der Europäischen Arzneimittelagentur.

Mit der Finanzierung der Homöopathie durch die GKV wurde das erste Sommerlochschweindl durchs Dorf getrieben. Lesenswert hierzu finde ich den Beitrag/die Diskussion auf Spreeblick: „Homöophobie: Die Placebo-Debatte“.

… so lautet der der durchaus doppeldeutige Untertitel eines Beratungsangebots für Ärzte und Zahnärzte.  scoop.de wird vom Business Media Network des Vogelverlages betreut. Selbstbeschreibung:

Die Plattform SCOOP-Aerzteberatung.de bedient (…) die Bedürfnisse von Ärzten und Zahnärzten, die sich im langsam, aber stetig vollziehenden Strukturwandel des Gesundheitsmarktes wirtschaftlich behaupten wollen. So vermittelt dieser Themenkanal praxis- und anwendungsorientiert steuerliches, rechtliches und betriebswirtschaftliches Fachwissen, mit dem Ärzte und Zahnärzte ihr wirtschaftliches Potenzial ausloten und ihre Praxis effizienter führen können, um dem zunehmenden Kostendruck auf ihre Praxen zu begegnen.

und das auf höchst unterhaltsame Art:  „kids and me 2.0“.