Die „Deutsche Ärztezeitung“ geht in ihrer heutigen Ausgabe auf eine im neuen Hausarzt-EBM versteckte Abrechnungsfalle ein: hier nachzulesen.

Meine Meinung dazu: eine Regel sollte klar, einfach, gerecht und verständlich sein. Fallenstellen und andere „Tricksereien“ fördern Missmut und Verdrossenheit.

Die Daten für das 4. Quartal sind vollständig und können abgerufen werden.

Die KBV hat mit Datum 4. September eine aktualisierte Fassung nachgereicht, die Fassung von Mitte August musste ausgetauscht werden .

Dramatisch sind die Änderungen in der KV Thüringens. Es ist nahezu alles geändert worden. Dies führt dazu, dass das Differenzarchiv deutlich größer ist, als das Datenarchiv.

 

Die KBV-Daten für das 4. Quartal 2013 können abgerufen werden.

Anders, als im letzten Posting angekündigt, hat die KBV von der Einführung des „versteckt“-Attributs Abstand genommen. Hinzugekommen ist jedoch eine weitere Tabelle: ausschluss_pgf. Die KBV schreibt hierzu in ihrem Merkblatt zum Hausarzt-EBM:

Für fachärztliche Leistungen, die im Rahmen der Grundversorgung erbracht werden, wurden Zusatzpauschalen  für  die  fachärztliche  Grundversorgung  (PFG)  eingeführt,  z.B.  05220.  Die Pauschale  kann  im  Behandlungsfall  als  Zuschlag  abgerechnet  werden,  wenn  im  Behandlungsfall keine der Grundversorgung untypische Leistungen abgerechnet wurden. Die  Zusatzpauschalen  beinhalten  die  jeweilige  Versichertenpauschale  als  Grundleistungsregel und sind somit eindeutig als Zuschläge identifizierbar.
Um die grundversorgungsfremden Leistungen direkt filtern zu können, sind diese Leistungen über das Attribut (pfg_ausschluss = true) gekennzeichnet.
Zusätzlich  beinhalten  diese,  über  die  fachärztliche  Grundversorgung  hinausgehenden  Leistungen, gegenseitige Ausschlüsse gegen die fachärztlichen Zusatzpauschalen.

Die Regionaldaten folgen sukzessiv, da noch nicht alle Regional-KVen Daten für das 4. Quartal liefern konnten.

Ab 1. Oktober gilt ein neuer EBM, der sog. Hausarzt-EBM. Dies stellt den Einstieg in eine Reihe von Umgestaltungsmaßnahmen für die ärztliche Abrechnung dar.

Die Auswirkungen auf die Tabellenstrukturen in BIS.200 sind überschaubar:

  1. Einführung einer neuen Tabelle SUB_GOP mit folgender Struktur:
    ZIFFER, GO, KVK, BZR_ANZAHL, BZR, SUB_GOP, ZAEHLER, ZEIT, RANGE_TYP
  2. Änderung der Tabelle PRAXIS:
    das Feld Praxis wird um den Wert „2“ (für versteckt) ergänzt.

Die übrigen Tabellen des Tabellensets BIS.200 sind nicht betroffen.

Die Behandlung der Tabelle SUB_GOP ist analog der Behandlung der Tabelle ERSETZUNG. Für die in beiden Tabellen genannten Verweisziffern gilt auch der neue Wert „versteckt“. Dieser neu eingeführte Wert soll ausdrücken, dass ein unmittelbarer Eintrag der Ziffern nicht möglich sein soll, sondern die entsprechende Eintragung durch das Arztsystem auf der Basis der hinterlegten Informationen automatisch erfolgen soll. Die Korrektur des Eintrags darf nachträglich möglich sein.

Eine weitere Änderung betrifft den Referenzwert. Dieser wird auf 10 Eurocent angehoben, was zu einen Absenkung der Punktezahlen der jeweiligen Leistung führt. Für punktebasierte Budgets bedeutet dies zu einer deutlichen Absenkung der Punktevolumina.