Rösler plant GOÄ abzuschaffen. Einheitliche Gebührenordnung soll Bürgern den Leistungs-/Kostenvergleich erleichtern.

Berlin, 1. April 2011 – eigener Bericht

Wie wir von einem leitenden Mitarbeiter im Bundesgesundheitsministerium erfahren haben, plant Gesundheitsminister Rösler die GOÄ abzuschaffen. Begründet wird dies mit dem leidigen Dauerstreit um die Reform der GOZ, in welchem eine Einigung höchst unwahrscheinlich scheint. „Wir haben eine moderne Gebührenordnung für ärztliche Leistungen. Wir brauchen keine zweite. Die Berechnung von Krankenhausleistungen basiert ohnehin auf anderen Grundsätzen. Wir wollen den selbstregulierenden Kräften des Marktes mehr Spielraum geben und Transparenzeffekte nutzen“ sagte uns der Informant, der nicht namentlich genannt werden wollte.

Auf unsere Nachfrage, was er mit Transparenzeffekten meine: „Es macht wenig Sinn, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Nur wenn die Bürger Kosten und Nutzen auf gleicher Basis vergleichen können, haben sie die Möglichkeit frei zwischen GKV und PKV wählen. Wir wollen einen Wettbewerb der Systeme anstoßen und dazu brauchen wir Transparenz.“

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