Projekt der TU Dresden entwickelt Internetportal zur Stärkung der medizinischen Versorgung in abgelegenen Regionen

Mediator, ein Projekt der TU Dresden,  hat das deutsche Imagine Cup-Finale im Bereich Software Design gewonnen. Mediator ist ein Internetportal, das den Aufbau und die Stärkung einer lokalen Gesundheitsinfrastruktur in den Regionen fördert und damit einen erheblichen Beitrag zur Nachhaltigkeit der medizinischen Versorgung schafft. Damit vertritt das Studententeam Deutschland beim internationalen Finale in Warschau, das im Juli stattfindet. Die Mannschaften Ignoranzia und SanCuratio von der DHBW Ravensburg belegten die Plätze zwei und drei. Beim Wettbewerb, der bereits zum achten Mal ausgetragen wird, lautet das Motto in diesem Jahr: „Technologie für eine bessere Welt“. Es orientiert sich an den UN-Millenniumzielen. Partner des Imagine Cup 2010 sind der WWF, die Welthungerhilfe, die UNESCO-UNEVOC und Ärzte für die Dritte Welt, die der IT eine wichtige Rolle zuschreiben. Zudem gab Microsoft die Unterstützung der Städtetour der UN-Millenniumkampagne bekannt.

„Auch in diesem Jahr haben die deutschen Studenten gezeigt, welch großer Ideenreichtum und technisches Know-how in ihnen steckt“, sagt Dr. Said Zahedani, Senior Director Developer Platform and Strategy Group von Microsoft Deutschland. „Dieses Potenzial möchten wir fördern und sie mit möglichen Partnern aus Wirtschaft und Politik zusammenbringen. Mit dem Imagine Cup konnten wir in den letzten Jahren bereits erfolgreiche Unternehmensgründungen unterstützen, darauf sind wir sehr stolz.“

In der Kategorie „Embedded“ gewann das Team smartTT von der Uni Heidelberg den ersten Preis – einen Embedded Automatisierungscontroller, gesponsert von der Beckhoff GmbH. „Die Entscheidung war so knapp, dass wir den Zweitplatzierten comSpace einen Sonderpreis geben wollen und sie zu einem Industriepraktikum zu uns ins Unternehmen einladen werden“, so Stefan Hoppe, Geschäftsführer der Beckhoff GmbH.

Die weiteren Projekte im Finale

Die weiteren fünf Finalteilnehmer haben ebenfalls sehr interessante Projekte eingereicht. Von der DHBW Ravensburg kommt das zweitplatzierte Spiel Ignoranzia, das Menschen in den entwickelten westlichen Ländern bereits im Kindesalter spielend auf die Missstände der Welt hinweisen soll. Platz drei ging auch an die DHBW Ravensburg: SanCuratio steht für ein Netz aus medizinischen Versorgungs- und Beratungspunkten. Dabei werden Patientenkarteien in einer Online-Datenbank angelegt. comSpace – communication without boundaries (TU München und Uni Hamburg-Harburg) präsentierte ein low-cost Kommunikationsgerät für virtuelle Konferenzen, das es Gruppen ermöglicht, über Instant Messaging-Lösungen unterschiedlicher Hersteller Konferenzen durchzuführen. Der Wettbewerbsbeitrag SaferWeb (TU Dresden) soll Kindern gefahrlos Zugang zum Internet ermöglichen. Die Kontrolle der Webseiten wird dabei nicht den Eltern allein überlassen, sondern über eine Plattform gestaltet, auf der sie gemeinsam mit anderen ein kindgerechtes Internet schaffen können. use the power of sun (DHBW Ravensburg) nutzt Sonnenenergie zur Verbesserung der Wasserqualität.

IT eröffnet neue Horizonte

Im Rahmen des Imagine Cup-Finales fand auch eine Podiumsdiskussion mit Experten aus Industrie, Entwicklungshilfe und Politik zur Rolle der IT bei der Bekämpfung der dringendsten Probleme der Welt statt. Teilnehmer waren Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Ulrich Post, Leiter Politik und Außenbeziehungen der Deutschen Welthungerhilfe, der Vorsitzende von Ärzte für die Dritte Welt, Dr. Harald Kischlat, Dr. Renée Ernst, Deutschland-Beauftragte für die UN-Millenniumkampagne und Frank Fischer, Teamlead Technologieberater Microsoft Deutschland GmbH. Im Tenor waren sich die Teilnehmer einig: In den vergangenen Jahren haben sich durch die rasante Entwicklung der Informationstechnologie neue Perspektiven für die Lösung vieler Probleme in Entwicklungsländern ergeben. Durch moderne IT- und Kommunikationslösungen werden Menschen leichter vernetzt, Informationen und Dienstleistungen werden einfacher, weiter und schneller verbreitet.

Städtetour der UN-Millenniumkampagne mit Surface und Silverlight

Microsoft liefert nicht nur den Studenten die Plattform und Technologien, um mit ihren kreativen Projekten einen Beitrag zur Erreichung der Millenniumziele zu leisten. Auch die UN-Millenniumkampagne wird bei ihrer diesjährigen Städtetour, einer Informations- und Mobilisierungs-Tour durch Deutschland, von Microsoft unterstützt. Mit modernstem technischem Equipment können Bürgerinnen und Bürger in den Rathausfoyers oder öffentlich zugänglichen Gebäuden von rund zehn Städten aktiv werden und von den politisch Verantwortlichen mehr Anstrengung und wirksamere Maßnahmen für die Ärmsten der Armen einfordern. Gleichzeitig erfahren die Bürger, welchen konkreten Beitrag sie selbst leisten können. Die technischen Module für den Informationsstand wie zwei Touchscreens mit Surface-Technik, die Darstellung der Ergebnisse im Internet mit Hilfe interaktiver Silverlight-Oberflächen und die weitere benötigte Software kommen von Microsoft.

Tourstart ist der Ökumenische Kirchentag in München vom 12. bis 16. Mai, weitere Stationen sind unter anderem Hannover (18. bis 22. Mai), Trier, Köln, Bonn, Neuss, Esslingen, Münster, Berlin, Hamburg, Bad Münstereifel und Bremen.

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